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		<title>Die Zahl des Tages: 163.500</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 18:17:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Rissmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
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		<description><![CDATA[Verteidigungsminister zu Guttenberg hat heute Vertreter der  Koalitionsfraktionen über seine Pläne zum Umbau der Bundeswehr  informiert. Dabei stellte er auch das von ihm favorisierte Modell vor:  Danach soll die Bundeswehr von derzeit 252.000 Soldaten auf 163.500  verringert werden. Die Wehrpflicht soll ausgesetzt werden und durch  einen 12- bis 23-monatigen freiwilligen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verteidigungsminister zu Guttenberg hat heute Vertreter der  Koalitionsfraktionen über seine Pläne zum Umbau der Bundeswehr  informiert. Dabei stellte er auch das von ihm favorisierte Modell vor:  Danach soll die Bundeswehr von derzeit 252.000 Soldaten auf 163.500  verringert werden. Die Wehrpflicht soll ausgesetzt werden und durch  einen 12- bis 23-monatigen freiwilligen Dienst (auch für Frauen) ersetzt  werden.<img title="Weiterlesen..." src="http://aussen-sicherheitspolitik.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>Soweit die goben Zahlen. Was das im Einzelnen zum Beispiel für das  Heer bedeuten könnte, hat dpa in Berufung auf &#8220;informierte Kreise&#8221;  gemeldet: Das Heer solle demnach auf 54.000 Soldaten nahezu halbiert  werden, nur noch aus vier &#8220;Divisionsäquivalenten&#8221; bestehen, nur noch  drei Panzerbataillone haben sowie noch ein Fallschirmjägerregiment.  Außerdem solle das Einsatzführungskommando in Potsdam mit dem  Heeresführungskommando in Koblenz zu einem &#8220;Kommando Land-Operationen&#8221;  verschmolzen werden.</p>
<p>Doch solche Meldungen sind zunächst als Wasserstandsmeldungen zu  werten. Erstmalig hat der Verteidigungsminister heute seine Kolleginnen  und Kollegen der Koalitionsfraktionen offiziell über den Planungsstand  der Bundeswehrreform informiert und seine Präferenzen vorgestellt.  Bisher kannten die Abgeordneten seine Pläne ja nur aus den Medien. Die  heutigen Verlautbarungen des Ministers sind daher nicht das Ergebnis der  Strukturüberlegungen, sondern der Startschuss zur politischen  Diskussion über die Reform.</p>
<p>Und diese Diskussion wird jetzt erst richtig losgehen. Während die  FDP diese ersten Strukturüberlegungen begrüßt, zeigt sich die Union  weiter zerstritten &#8211; hauptsächlich in der Frage der Wehrform. Die  sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Elke  Hoff,  zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung der Debatte in Richtung   einer Aussetzung der Wehrpflicht. „Die Diskussion läuft für uns in die   richtige Richtung.“ Wichtig sei bei der Reform, dass die Attraktivität  der  Bundeswehr als Arbeitgeber erhalten bleibe und in der Fläche ein   sinnvolles System zur Nachwuchsgewinnung geschaffen werde. „Wir müssen   am Ende der Reise einen Umfang der Streitkräfte hinbekommen, der den   sicherheitspolitischen Interessen und Notwendigkeiten unseres Landes   gerecht werden kann“, sagte Hoff. Der verteidigungspolitische Sprecher  der Unionsfraktion, Ernst-Reinhard  Beck (CDU), machte dagegen erneut  erhebliche Bedenken zur Aussetzung der Wehrpflicht deutlich.  „Zum  gegenwärtigen Zeitpunkt steht für mich ein Aussetzen nicht zur   Diskussion.“</p>
<p>Und die Kanzlerin? Sie verzichtet vorerst auf die Wahrnehmung ihrer  Richtlinienkompetenz, möchte sich noch nicht festlegen und die  Ergebnisse der Parteitage von CSU und CDU Ende Oktober bzw. Mitte  November abwarten. Bis zu den Beschlüssen der jeweiligen Parteitage wird  also munter weiter diskutiert werden und es bleibt abzuwarten, ob der  Verteidigungsminister es schafft, seine Unionskollegen und -kolleginnen  auch mit der &#8220;Rückendeckung&#8221; der Kanzlerin zu überzeugen.</p>
<p>Es bleibt jedoch zu hoffen, dass die Diskussion über die kommende  Struktur der Bundeswehr nicht nur auf die Frage der Wehrpflicht  reduziert wird. Fast religiös anmutende Argumente wie &#8220;Wehrpflicht als  Markenkern der Union&#8221; usw. sind hier nicht zielführend und überlagern  eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den notwendigen  Bundeswehrreformen. Letztendlich ist die Entscheidung über die  Aussetzung oder Beibehaltung der Wehrpflicht das Ergebnis einer breiten  sicherheitspolitischen Diskussion: Wofür steht Deutschland? Was sind die  deutschen Interessen? Welche Rolle soll die Bundeswehr zur Durchsetzung  dieser Interessen übernehmen?</p>
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		<title>Taliban als neue Partner der Bundesregierung?</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 18:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Rissmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Jürgen Trittin letzte Woche vorschlug, Mullah Omar und Gulbuddin  Hekmatjar an der Macht in Afghanistan zu beteiligen, um so das Land zu  befrieden, dachte ich mir noch: &#8220;Naja, typisch Sommerloch, keines  Kommentars würdig&#8221;. Zumal Trittin in der Vergangenheit ja auch nicht  gerade durch außen- und sicherheitspolitischen Sachverstand aufgefallen  ist. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Jürgen Trittin letzte Woche vorschlug, Mullah Omar und Gulbuddin  Hekmatjar an der Macht in Afghanistan zu beteiligen, um so das Land zu  befrieden, dachte ich mir noch: &#8220;Naja, typisch Sommerloch, keines  Kommentars würdig&#8221;. Zumal Trittin in der Vergangenheit ja auch nicht  gerade durch außen- und sicherheitspolitischen Sachverstand aufgefallen  ist. Um so erstaunter, nein, erschrockener war ich, als ich in den  Medien lesen musste: &#8220;Taliban als neue Partner der Bundesregierung&#8221;. <img title="Weiterlesen..." src="http://aussen-sicherheitspolitik.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>Nach diesem Medienbericht im &#8220;Spiegel&#8221; plädieren CDU-Politiker  Philipp Mißfelder und Verteidigungsminister zu Guttenberg für Gespräche  mit den Taliban, unter anderem sogar mit Taliban-Führer Mullah Omar.  Mißfelder äußerte gegenüber dem &#8220;Spiegel&#8221;: „Radikale Islamisten wie  Hekmatjar oder Taliban-Führer Mullah Omar kommen dann als  Gesprächspartner in Frage, wenn sie Bedingungen wie zum Beispiel einen  Gewaltverzicht oder den Respekt vor Frauenrechten erfüllen.“</p>
<p>Auch wenn diese Personen die oben genannten Vorbedingungen erfüllen  müssten, bringt Mißfelder sie so grundsätzlich als politische  Gesprächspartner ins Spiel. Jedem müsste doch klar sein, dass gerade  Hekmatjar und Omar nicht zu frommen Lämmern mutieren und auch nicht die  dicksten Freunde von Alice Schwarzer sein werden. Solche Menschen werden  nicht über Nacht Pazifisten und Anhänger der Gleichberechtigung. Warum  also sollte man diese Personen als potentielle Gesprächspartner  überhaupt ins Gespräch bringen?</p>
<p>Ist es die alte Weisheit &#8220;Wenn Du Deinen Feind nicht besiegen kannst,  mache ihn Dir zum Freund&#8221;? Oder steckt gar keine Weisheit dahinter? Ich  vermute, ich hoffe, das Letzteres. Denn wenn eine Demokratie wie die  Bundesrepublik Deutschland ernsthaft anfängt, mit Terroristen wie  Hekmartjar oder Omar zu verhandeln, ist es für mich der Anfang vom Ende &#8211;  auch der Anfang vom Ende der gerade durch Guido Westerwelle und Dirk  Niebel richtigerweise wieder angestrebten &#8220;werteorientierten  Außenpolitik&#8221;.</p>
<p>Es wäre ein fulminantes Eingeständnis des Scheiterns deutscher Afghanistanpolitik.</p>
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		<title>Wehrpflicht ade! &#8211; Oder doch nicht?</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 16:02:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Rissmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Struktur]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Medien überschlagen sich heute mit Überschriften wie &#8220;Guttenberg  begräbt die Wehrpflicht&#8221; (Focus), &#8220;Gute Chancen für Guttenbergs  Freiwilligenarmee&#8221; (Welt), &#8220;Bundeswehr &#8211; Freiwilige bitte vortreten&#8221;  (Süddeutsche) oder &#8220;Guttenberg will eine Freiwilligen-Armee&#8221; (Bild).  Nach diesen Medienberichten plant der Verteidigungsminister eine  Reduzierung um circa 40000 Zeit- und Berufssoldaten auf 165000 Soldaten.  Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Medien überschlagen sich heute mit Überschriften wie &#8220;Guttenberg  begräbt die Wehrpflicht&#8221; (Focus), &#8220;Gute Chancen für Guttenbergs  Freiwilligenarmee&#8221; (Welt), &#8220;Bundeswehr &#8211; Freiwilige bitte vortreten&#8221;  (Süddeutsche) oder &#8220;Guttenberg will eine Freiwilligen-Armee&#8221; (Bild).  Nach diesen Medienberichten plant der Verteidigungsminister eine  Reduzierung um circa 40000 Zeit- und Berufssoldaten auf 165000 Soldaten.  Die Wehrpflicht soll ausgesetzt werden, im Grundgesetz aber verankert  bleiben. 7500 freiwillig Wehrdienstleistende sollen eingeplant werden.<img title="Weiterlesen..." src="http://aussen-sicherheitspolitik.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<h3>Gerüchte statt Fakten</h3>
<p>Eigentlich nichts Neues! Die jetzt veröffentlichten Zahlen waren von  Anfang an ein Modell unter vielen. Die heutige Berichterstattung in den  Medien ist nicht mehr und nicht weniger als eine &#8220;Wasserstandsmeldung&#8221;,  eine Darstellung der Präferenzen des Verteidigungsministeriums unter  Guttenbergs Führung. Ob dieses Modell tatsächlich so umgesetzt wird,  bleibt deshalb fraglich. Es ist im derzeitigen Planungsstadium nicht mit  den Koalitionsfraktionen angesprochen. Viele Abgeordnete der  Regierungsparteien werden von diesen konkretisierten Plänen Guttenbergs  wahrscheinlich in ihrem Urlaub aus der Presse erfahren haben. So erklärt  der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion und  Hauptberichterstatter im Haushaltsausschuss für den Etat des  Bundesverteidigungsministeriums, Jürgen Koppelin: &#8220;Alle in den  vergangenen Tagen veröffentlichten Berichte über die  zukünftige  Personalstärke und Strukturen der Bundeswehr basieren auf  Vermutungen.  In der Koalition werden noch in diesem Monat Beratungen  über die  zukünftige Gestaltung der Bundeswehr stattfinden. Deshalb  basieren auch  Berichte über zukünftige Aufgaben und Kompetenzen im   Bundesverteidigungsministerium nicht auf einer beschlossenen Grundlage.&#8221;  Guttenberg ist damit einmal mehr vorgeprescht, ohne Rücksicht auf  Parteifreunde und Koalitionspartner. Vor der Sommerpause war vereinbart  worden, dass die Entscheidung über die Aussetzung der Wehrpflicht erst  nach den Parteitagen der CDU und CSU im Spätherbst getroffen werden  sollte.</p>
<p>Gerade von diesen Parteitagen wird die Aussetzung der Wehrpflicht  maßgeblich abhängen. Haben doch Politiker der Union die Wehrpflicht zur  Identitätsfrage, ja fast zu einer religiösen Frage, erklärt. Noch Ende  Juli ließ Merkel den irritierenden Satz fallen, &#8220;wegen zwei  Milliarden  kann ich nicht die deutsche Sicherheit aufs Spiel setzen&#8221;. Ebenso galt  es, die Ergebnisse der Strukturkommission unter Frank-Jürgen Weise im  November abzuwarten. Guttenberg will seine Pläne nun am 23. August im  Verteidigungs- und im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags erläutern.</p>
<h3>&#8220;Die Reform muss für die nächsten 20 bis Jahre halten&#8221;</h3>
<p>Das forsche Vorgehen Guttenbergs hat grundsätzlich etwas Gutes, packt  er doch endlich die überfälligen Reformen bei der Bundeswehr an.  Reformen, die unter dem Deckmäntelchen der Transformation unter der  rot-grünen bzw. Großen Koalition vernachlässigt wurden. Der  Verteidigungsminister wäre aber gut beraten, seine eigenen Parteifreunde  &#8211; vor allem die Kanzlerin &#8211; mitzunehmen und von der Notwendigkeit einer  neuen Struktur samt Aussetzen der Wehrpflicht zu überzeugen. Denn diese  Reform muss sitzen und darf nicht in einem faulen Kompromiss enden. So  mahnte denn auch die sicherheitspolitische Sprecherin der  FDP-Bundestagsfraktion, Elke  Hoff, zurecht an, die Bundeswehr müsse  schnell, flexibel und beweglich sein  und vor allem professioneller als  jetzt. „Wir müssen auf internationale  Einsätze vorbereitet sein und uns  in den nächsten Jahren, wenn nicht  Jahrzehnten, mit asymmetrischen  Bedrohungen herumschlagen – mit  Terrornetzwerken, einzelnen Verrückten  und organisierter Kriminalität.“  Die Reform müsse „für die nächsten 20  bis 30 Jahre halten“.</p>
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		<title>Für eine neue Außen- und Sicherheitspolitik</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 17:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Rissmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Interessen]]></category>
		<category><![CDATA[Verteidigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Landesfachausschuss Außen- und Sicherheitspolitik, dessen stellvertretender Vorsitzender ich bin, arbeitet als   Expertengremium für eine zieloreintierte, rationale und liberale Politik   in Deutschland und Europa. Im Rahmen seiner Arbeit hat der Ausschuss nun ein  Diskussionspapier zur Außen- und SIcherheitspolitik der Bundesrepublik  Deutschland vorgelegt. Kernstück dieses Papiers ist die Forderung nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Landesfachausschuss <a href="http://aussen-sicherheitspolitik.de" target="_blank">Außen- und Sicherheitspolitik</a>, dessen stellvertretender Vorsitzender ich bin, arbeitet als   Expertengremium für eine zieloreintierte, rationale und liberale Politik   in Deutschland und Europa. Im Rahmen seiner Arbeit hat der Ausschuss nun ein  Diskussionspapier zur Außen- und SIcherheitspolitik der Bundesrepublik  Deutschland vorgelegt. Kernstück dieses Papiers ist die Forderung nach  einer ziel- und interessengeleiteten deutschen Außen- und  Sicherheitspolitik.<img title="Weiterlesen..." src="http://aussen-sicherheitspolitik.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>Die FDP setzt sich für eine zielorientierte und interessengeleitete  Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland ein, die in  multilateraler Einbindung Frieden, Freiheit und Wohlstand in der Welt  fördert. Diese Politik muss auf Basis einer klaren außen- und  sicherheitspolitischen Zielformulierung für die Bundesrepublik  Deutschland erfolgen, auf deren Basis zunächst nationale außen- und  sicherheitspolitische Interessen formuliert werden, die dann mit  entsprechenden Strategien und Instrumenten vor dem Hintergrund der  globalen Herausforderungen erreicht werden sollen. Dabei müssen in  einem umfassenden Ansatz sowohl politische, als auch ökonomische,  ökologische, gesellschaftliche und kulturelle Bedingungen und  Entwicklungen berücksichtigt werden. Ferner orientiert sich die FDP an  dem „erweiterten Sicherheitsbegriff“, der im Rahmen eines vernetzten  Ansatzes innere- und äußere Aspekte berücksichtigt und besonderes  Augenmerk auf den Einsatz ziviler Mittel legt.</p>
<ul>
<br /> </br></ul>
<h3></h3>
<h3>Deutschland in einer mulitpolaren, globalisierten Welt</h3>
<p>Das 21. Jahrhundert stellt sicherheitspolitische Entscheidungsträger  oftmals vor schwierige Entscheidungen und vollendete Tatsachen, wodurch  die Souveränität ihrer Entscheidungen und die außen- und  sicherheitspolitischen Möglichkeiten eingeschränkt werden können. Trotz  der oftmals schwierigen Rahmenbedingungen der globalisierten Welt  ergeben sich jedoch daraus auch Chancen. Insofern müssen neue und  altbekannte Variablen als Herausforderungen des 21. Jahrhunderts  gesehen, analysiert und deren Folgen abgeschätzt werden. Dabei sind sie  im Rahmen einer späteren Handlungsanalyse bei der Konzeption der außen-  und sicherheitspolitischen Elemente mittels wissenschaftlich fundierter  Risikoanalysen bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und des  Bedrohungspotentials zu bewerten. Für Liberale steht außerdem fest,  dass keine der Herausforderungen als singulär betrachtet werden kann und  folglich multiple Ursachen aber auch Folgen haben kann.</p>
<p>Für die FDP sind die zentralen außen &#8211; und sicherheitspolitischen Herausforderungen für die Bundesrepublik Deutschland:</p>
<ul>
<li>Internationale und nicht-internationale bewaffnete Konflikte</li>
<li>Regionale Destabilisierungen durch „Failing &amp; Failed States“</li>
<li>Störungen des global-wirtschaftlichen Gleichgewichts und Bedrohung der Handelswege sowie der Rohstoff- und Energieversorgung</li>
<li>Destabilisierung des Wirtschaftsgefüges und Verlust nationaler Kapazitäten durch Wirtschaftskriminalität</li>
<li>Internationale und nicht-internationale organisierte Kriminalität und Terrorismus</li>
<li>Gefahr von CBRN-Ereignissen1 &#8211; auch durch Proliferation</li>
<li>Nationale Großschadenslagen auch vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und ökolgischer Veränderungen</li>
<li>Destabilisierung durch Migrationsbewegungen im Zuge globaler Veränderungen</li>
<li>Risiken für Informations- und Versorgungsnetze u. a. durch Cyber-Bedrohungen</li>
</ul>
<ul>
<br /> </br></ul>
<h3></h3>
<h3>Im Eigeninteresse für Frieden, Freiheit und Wohlstand</h3>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland muss sich ihrer zentralen Stellung in  Europa und der Welt ebenso bewusst sein, wie seiner freiheitlich  liberalen und demokratischen Werte. Darum muss Deutschland gemeinsam mit  seinen Freunden und Partnern im eigenen Interesse verantwortungsbewusst  handeln, um so seiner Verantwortung gegenüber der eigenen Bevölkerung  aber auch gegenüber zukünftigen Generationen überall auf der Welt  gerecht werden.</p>
<p>Für die FDP besteht das nationale außen- und sicherheitspolitische Ziel der Bundesrepublik Deutschland in:</p>
<p><strong>Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, der  gesellschaftlichen Stabilität und der Prosperität durch den Erhalt bzw.  die Förderung regionaler und globaler gesellschaftlicher, geopolitischer  sowie wirtschaftlicher Stabilität und Sicherheit.</strong></p>
<p>Aus diesem Ziel ergeben sich für die FDP folgenden nationalen außen- und sicherheitspolitischen<br />
Interessen der Bundesrepublik Deutschland:</p>
<ul>
<li>Erhalt der territorialen Integrität, der politischen Souveränität und der Sicherheit der deutschen Staatsbürger</li>
<li>Beitrag zur Sicherung internationaler und regionaler politischer  Stabilität und Sicherheit im Rahmen internationaler und regionaler  Sicherheitskooperationen</li>
<li>Beitrag zur Gewährleistung internationaler und regionaler  wirtschaftlicher Stabilität bei gleichzeitiger Sicherung der Rohstoff-  und Energieversorgung sowie der Handelswege</li>
<li>Beitrag zur Bekämpfung jeder Form der internationalen Kriminalität sowie des Terrorismus</li>
</ul>
<ul>
<br /> </br></ul>
<h3></h3>
<h3>Mit den geeigneten Strategien ans Ziel</h3>
<p>Die FDP betrachtet es als Ihre Pflicht, einen Beitrag dazu zu  leisten, dass die Bundesrepublik Deutschland sich diesen  Herausforderungen vor dem Hintergrund klarer außen- und  sicherheitspolitischer Ziele und Interessen stellt. Dabei muss es unser  aller Anspruch sein, die Bundespolitik in die geeignete Richtung zu  lenken, damit sie mittels des angemessenen Einsatzes aller  erforderlichen nationalen, supranationalen und internationalen  Instrumente und Strategien entsprechend ihrer Eignung zu einem sicheren  Umfeld auf lokaler aber auch globaler Ebene beitragen können. Dabei ist  zu betonen, dass dazu alle Instrumente und Strategien mit entsprechenden  politischen, finanziellen und personellen Mitteln umgesetzt werden  müssen.</p>
<p>Für die FDP bestehen mögliche Instrumente und Strategien zur  Erreichung der nationalen außen- und sicherheitspolitischen Interessen  der Bundesrepublik Deutschland in:</p>
<ul>
<li><strong>Internationale Elemente:</strong>
<ul>
<li>Ausbau und Vertiefung supra- und internationaler Strukturen, um  allgemein anerkannte Normen und Regeln im internationalen Systems zu  etablieren (zum Beispiel durch verstärkte Bemühungen zur Reform des  VN-Systems)</li>
<li>Stärkung der nuklearen, radiologischen, chemischen und biologischen Kontroll- und Nichtverbreitungsregime</li>
<li>Stärkung und Ausbau der Handlungsfähigkeit der internationalen  Sicherheitsorganisationen (zum Beispiel durch eine zielorientierte  Reform der NATO oder die Weiterentwicklung der Krisenreaktionskräfte von  NATO und EU)</li>
</ul>
</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Nationale politische Strukturen:</strong>
<ul>
<li>Erstellung einer jährlichen nationalen Sicherheitsstrategie (auf  Basis der Formulierung nationaler Interessen) unter Berücksichtigung  der inneren und äußeren Sicherheit</li>
<li>Aufbau einer strategischen Analyseeinheit der Bundesregierung mit  einem geeigneten, ressortübergreifenden Kommunikationsforum als  Auswertungsebene</li>
<li>Schaffung eines Führungsstabes im Auswärtigen Amt zur Koordinierung  der militärischen und zivilen Interventionen, auch mit Blick auf  Entwicklungshilfeprojekte von GOs und NGOs (ressortübergreifender  Ansatz)</li>
<li>Ausreichender Mitteleinsatz und einsatzbezogenes Pooling von  Finanzmitteln der verantwortlichen Ressorts für zivil-militärische  Einsätze in Krisengebieten</li>
</ul>
</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Außen- und sicherheitspolitische Instrumente:</strong>
<ul>
<li>Formulierung eines klaren politischen Auftrags für die Bundeswehr  und Ableitung einer entsprechenden Struktur und Rechtssicherheit für  die Streitkräfte</li>
<li>Verbesserung der Bevölkerungs- und Katastrophenschutzstrukturen und -instrumente im Rahmen einer nationalen Sicherheitsstrategie</li>
<li>Optimierung der zivilen und militärischen Beschaffung und Ausrüstung der sicherheitspolitischen Instrumente</li>
<li>Ausweitung der geheimdienstlichen Vernetzung unter Erweiterung der parlamentarischen Kontrolle</li>
<li>Fortführung der begonnen vernetzten Neuausrichtung der  Entwicklungshilfe unter Berücksichtigung der außen- und  sicherheitspolitischen Ziele und Interessen der Bundesrepublik  Deutschland</li>
<li>Erweiterte Förderung der globalen Völkerverständigung und  Unterstützung von Bildungspolitik als Teil der Außen- und  Sicherheitspolitik durch staatlich geförderte Stiftungen, Bildungsträger  und Kommunikationsforen im Rahmen eines vernetzten Ansatzes</li>
</ul>
</li>
</ul>
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		<title>Mehr Netto vom Brutto!</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 15:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Rissmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abgaben]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Sparen]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr Netto vom Brutto &#8211; Mit diesem Slogan sind die Liberalen in den  Wahlkampf gezogen. Und sie halten Wort: Laut Bund der Steuerzahler  behalten Arbeitnehmer nächstes Jahr bis zu 169 Euro mehr im Geldbeutel  als vor der Bundestagswahl. Trotz höherer Kassenbeiträge. SPD-Chef  Sigmar Gabriels Vorwurf der &#8220;Netto-Lüge&#8221; ist damit haltlos. &#8220;Gabriel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr Netto vom Brutto &#8211; Mit diesem Slogan sind die Liberalen in den  Wahlkampf gezogen. Und sie halten Wort: Laut Bund der Steuerzahler  behalten Arbeitnehmer nächstes Jahr bis zu 169 Euro mehr im Geldbeutel  als vor der Bundestagswahl. Trotz höherer Kassenbeiträge. SPD-Chef  Sigmar Gabriels Vorwurf der &#8220;Netto-Lüge&#8221; ist damit haltlos. &#8220;Gabriel  verliert vor lauter Eifer den Sichtkontakt zur Wahrheit&#8221;, erklärte  FDP-Generalsekretär Christian Lindner.<br />
<strong><a title="[Link öffnet in neuem Fenster] Der Bund der  Steuerzahler hat errechnet" href="http://www.liberale.de/files/5548/Steuerzahler_Netto2011.pdf" target="_blank">Der Bund der Steuerzahler hat errechnet</a> </strong> (PDF), dass Arbeitnehmer in 2011 mehr von ihrem verdienten Geld  behalten können, als vor der Bundestagswahl 2009. Je nach Einkommen kann  dies bis zu 196 Euro pro Monat ausmachen. Auch der <strong><a title="[Link öffnet in neuem Fenster] Steuerzahlertag" href="http://www.liberale.de/Steuerzahlertag-2010-Der-Trend-ist-gebrochen/5545c9893i1p69/index.html" target="_blank">Steuerzahlertag</a></strong> war dieses Jahr bereits zehn Tage früher als im vergangenen Jahr. Seit  dem 4. Juli 2010 arbeiten die Steuerzahler in Deutschland wieder für ihr  eigenes Portemonnaie. „Wir haben die Politik aufgefordert, endlich  steuerliche Entlastungen durchzuführen. Dieser Aufforderung ist sie in  den vergangenen Monaten gefolgt, deshalb ist die Belastung der Bürger  auch tatsächlich gesunken“, erklärte der Präsident des Bundes der  Steuerzahler, Karl Heinz Däke.</p>
<p>Berechnungen des  Bundesgesundheitsministeriums haben darüber hinaus ergeben, dass zum  Beispiel ein Rentner mit 800 Euro Rente durch die Beitragssatzanhebung  in der GKV künftig mit Mehrbelastungen von etwa 2,40 Euro pro Monat zu  rechnen hat. Ein Arbeitnehmer mit einem niedrigen Arbeitsentgelt von  1.500 Euro muss etwa 4,50 Euro mehr zahlen, ein Arbeitnehmer mit einem  mittleren Arbeitsentgelt von 2.200 Euro etwa 6,60 Euro.</p>
<p>Das  zeigt: Die Belastungen sind geringer als die Entlastungen, die die  christlich-liberale Koalition bereits in ihren ersten acht Monaten auf  den Weg gebracht hat. Mit diesen  Zahlen im Rücken kann FDP-Generalsekretär Christian Lindner den Vorwurf  der &#8220;Netto-Lüge&#8221; von SPD-Chef Sigmar Gabriel locker kontern. &#8220;Gabriel  verliert vor lauter Eifer den Sichtkontakt zur Wahrheit&#8221;, erklärte  Lindner. Kleinen und mittleren Einkommen bleiben 2011 netto bis zu 169  Euro mehr im Monat übrig als vor der Bundestagswahl 2009.</p>
<p>Vielmehr  sei es die SPD gewesen, die die Kassenbeiträge durch  Milliarden-Schulden künstlich senken musste, weil sie beispielsweise  keinen Mut zu Einsparungen bei der Pharmaindustrie hatte, hält Lindner  den Sozialdemokraten vor. &#8220;Was Ulla Schmidt in acht Jahren versäumt hat,  das muss <strong><a title=" Philipp Rösler" href="http://www.liberale.de/Roesler-Gesundheitssystem-wird-wetterfest/5562c69/index.html" target="_blank">Philipp Rösler</a> </strong> in acht Monaten  nachholen.&#8221; Insgesamt 3,5 Milliarden Euro würden im Gesundheitswesen  eingespart, ohne das es zu Leistungskürzungen für die Patienten kommt,  betonte Lindner. Die Empfehlung des Liberalen: &#8220;In Fragen der  politischen Zuverlässigkeit sollte sich Herr Gabriel ein Schweigegelübde  auferlegen.“</p>
<p>Mehr zum Thema:</p>
<ul>
<li><a title="  Steuerzahlertag 2010: Der Trend ist gebrochen" href="http://www.liberale.de/wcsite.php?wc_c=5545" target="_blank">Tabelle des Bundes der Steuerzahler (PDF)</a></li>
<li><a title="  Steuerzahlertag 2010: Der Trend ist gebrochen" href="http://www.liberale.de/wcsite.php?wc_c=5545" target="_blank">Steuerzahlertag 2010: Der  Trend ist gebrochen</a></li>
<li><a title=" Rösler:  Gesundheitssystem wird wetterfest" href="http://www.liberale.de/wcsite.php?wc_c=5562" target="_blank">Rösler: Gesundheitssystem wird  wetterfest</a></li>
<li><a title="[Link öffnet in neuem Fenster] ''Trotz  Beitrags-Schock bleibt 2011 netto mehr'', bild.de" href="http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/07/09/mehr-netto/trotz-steigenden-arbeitslosen-und-kassenbeitrages.html" target="_blank">&#8221;Trotz  Beitrags-Schock bleibt 2011 netto mehr&#8221;, bild.de</a></li>
<li><a title="[Link öffnet  in neuem Fenster] Homepage des Bundes der Steuerzahler" href="http://www.steuerzahler.de/" target="_blank">Homepage des  Bundes der Steuerzahler</a></li>
</ul>
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		<title>Liberale unterstützen Aussetzen der Wehrpflicht</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 10:20:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Rissmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Hoff]]></category>
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		<category><![CDATA[Struktur]]></category>
		<category><![CDATA[Wehrpflicht]]></category>
		<category><![CDATA[zu Guttenberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Geringere Truppenstärke, Aussetzen der Wehrpflicht: Die Sparpläne von   Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) stoßen bei den Liberalen auf   Zustimmung. „Der Verteidigungsminister stellt die richtigen Fragen zur   richtigen Zeit. Er kann auf die Unterstützung der FDP zählen, wenn er   die Bundeswehr auf die Zukunft ausrichten will&#8221;, sagte   [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geringere Truppenstärke, Aussetzen der Wehrpflicht: Die Sparpläne von   Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) stoßen bei den Liberalen auf   Zustimmung. „Der Verteidigungsminister stellt die richtigen Fragen zur   richtigen Zeit. Er kann auf die Unterstützung der FDP zählen, wenn er   die Bundeswehr auf die Zukunft ausrichten will&#8221;, sagte   FDP-Generalsekretär Christian Lindner dem &#8220;Hamburger Abendblatt&#8221;.<img title="Weiterlesen..." src="http://aussen-sicherheitspolitik.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>Bis zu einer Milliarde Euro jährlich will Verteidigungsminister zu   Guttenberg in seinem Ressort einsparen. Er denkt deshalb laut über ein   Aussetzen der Wehrpflicht nach. Rund 400 Millionen Euro pro Jahr könnte   das bringen. Zudem soll die Zahl der Soldaten von 250.000 auf 150.000   Mann verringert werden. Der Einstieg in eine Berufsarmee scheint damit   geebnet. Bis dahin müssen jedoch noch einige Skeptiker aus dem   Unions-Lager überzeugt werden.</p>
<p>Eine Kommission soll bis zum  Sommer einen Vorschlag zur  Neuorganisation erarbeiten. Dabei solle es  keine &#8220;Denkverbote&#8221; geben,  betonte Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Die  christlich-liberale  Koalition hat die Wehrpflicht bereits auf sechs  Monate verkürzt. Für  die Liberalen &#8220;nur ein Kompromiss&#8221;, stellte  FDP-Verteidigungsexpertin  Elke Hoff klar.</p>
<p>Mit seinen Vorschlägen  rennt der Verteidigungsminister bei den  Liberalen jetzt offene Türen  ein. Die FDP plädiert seit langem für eine  Freiwilligenarmee. „Der  Verteidigungsminister stellt die richtigen  Fragen zur richtigen Zeit&#8221;,  sagte Christian Lindner dem &#8220;Hamburger  Abendblatt&#8221;. Mit Blick auf die  Skeptiker unterstrich Lindner: &#8220;Die  Aussetzung der Wehrpflicht wäre  nicht nur haushaltspolitisch sinnvoll,  sondern auch sicherheitspolitisch  richtig. Es geht um die Interessen  Deutschlands und nicht allein um  Belange der Rüstungsindustrie oder  einzelner Gemeinden.“</p>
<h3><strong>FDP  befürwortet Freiwilligenarmee</strong></h3>
<p>In einem aktuellen  Diskussionspapier befürwortet die   verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Elke Hoff, den   Einstieg in eine &#8220;attraktive Freiwilligenarmee&#8221;. Gleichzeitig stellte   Hoff klar, dass nicht bei den für den Einsatz notwendigen Ausbildungs-   und Ausrüstungsprojekten gespart werde. &#8220;Seit Jahren machen wir uns für   eine einsatzorientierte Beschaffungspolitik stark, dies spiegelt sich   jetzt erstmals in der Politik der neuen Regierungskoalition wider.&#8221;</p>
<p>Bei  den Rüstungsprojekten sehen die Liberalen jedoch  Einsparpotential. Der  Verzicht der Beschaffung des Raketenabwehrsystems  MEADS sowie sinnvolle  Stückzahlreduzierungen beim Eurofighter und beim  Transportflugzeug A400M  stünden für die Liberalen weiterhin an erster  Stelle, so Hoff.</p>
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		<title>Darf´s auch etwas mehr sein?</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 15:19:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Rissmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Sparen]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass Politik nicht immer Spaß macht, war mir von vornherein klar. Aber das, was sich im Moment in der Bundespolitik abspielt, ist nun wirklich nicht mehr zu verstehen, geschweige denn zu vermitteln. Beinahe im Stundentakt werden von den Mitgliedern der Regierungsfraktionen neue Ideen für mehr Staatseinnahmen über die Medien, die diese Vorschläge dann auch dankbar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Politik nicht immer Spaß macht, war mir von vornherein klar. Aber das, was sich im Moment in der Bundespolitik abspielt, ist nun wirklich nicht mehr zu verstehen, geschweige denn zu vermitteln. Beinahe im Stundentakt werden von den Mitgliedern der Regierungsfraktionen neue Ideen für mehr Staatseinnahmen über die Medien, die diese Vorschläge dann auch dankbar aufgreifen, kommuniziert: Erhöhung der Tabaksteuer, LKW-Maut auch auf Bundesstrassen, Flugticketabgabe, Brennelementesteuer, &#8230; &#8211; teilweise Bezeichnungen, bei denen mein Rechtschreibprogramm sofort einschreitet während ich diesen Artikel schreibe. Und jetzt kommt unser Finanzminister auch noch mit der Erhöhung des Solidaritätszuschlages auf 8% um die Ecke. Die Kreativität beim Erfinden neuer Einnahmequellen scheint schier unbegrenzt! Frei nach dem Motto &#8220;Darf´s noch etwas mehr sein?&#8221;. Ich wünschte mir eine solche Kreativität eher beim Sparen. Denn eins ist klar: Der Staat hat kein Einnahmeproblem sondern ein ernstes Ausgabenproblem.</p>
<p>Doch Sparen ist unpopulär. So scheint bisher nur ein Ressortchef innerhalb der Bundesregierung einen echten Sparwillen zu haben: Verteidigungsminister zu Guttenberg. Dieser lässt zur Zeit in seinem Ministerium Einsparmöglichkeiten erarbeiten &#8211; ohne Denkverbote. An und für sich ein guter Ansatz. Doch scheinbar zu gut für die Kanzlerin. Sie ließ über die Medien wissen, dass die durch zu Guttenberg angedachte Aussetzung der Wehrpflicht nicht zur Debatte steht und erteilte ihrerseits das Denkverbot.</p>
<p>Die Vorschläge von Minister Rösler zur Gesundheitsreform wurden noch am gleichen Tag von der CSU &#8220;rundweg&#8221; abgelehnt. Ein untrügliches Zeichen für mich, dass sich die Christsozialen nicht sonderlich detailliert damit beschäftigt haben. Gegenvorschläge, die eine konstruktive Mitarbeit und einen Willen zum gemeinsamen Erfolg vermuten lassen, Fehlanzeige!</p>
<p>Finanzminister Schäuble regt öffentlich die Erhöhung des Solidaritätszuschlages von 5,5% auf 8% an. Prompt wird dieser Vorschlag innerhalb weniger Stunden durch die Parteichefs von FDP und CSU kassiert, ebenfalls öffentlich.</p>
<p>Man wird den Eindruck einfach nicht los, dass die Regierungsparteien nur noch über die Medien kommunizieren. Der Eine prescht mit einem Vorschlag vor, um unmittelbar danach vom Anderen abgelehnt zu werden. Nein, das öffentliche Bild dieser Bundesregierung ist wirklich ein Desaster! Eine gemeinsame Linie ist nicht erkennbar. Dass nach der so genannten &#8220;Schuldenklausur&#8221; Ruhe einkehrt, darf getrost bezweifelt werden. Doch diese Klausur ist die letzte Chance der Bundesregierung, verlorenes Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. Und wenn nicht, vielleicht tritt ja dann mal das Volk von der Regierung zurück. Rücktritte sind ja derzeit eh in Mode!</p>
<p>(Foto/Grafik: Rissmann)</p>
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		<title>Paradigmenwechsel aus Sparzwang?</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 19:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Rissmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Sparen]]></category>
		<category><![CDATA[Verteidigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich seines Besuchs der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg kündigte Verteidigungsminister zu Guttenberg die Einsparung von einer Milliarde Euro im Verteidigungshaushalt an. Er betonte: &#8220;Wenn man die aktuellen Zahlen (Anm. d. Autors: Haushaltszahlen) zugrunde legt, muss es zwangsläufig einen Paradigmenwechsel geben&#8221;. In diesem Zusammenhang kündigte er die Schließung von kleineren Standorten und die Senkung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich seines Besuchs der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg kündigte Verteidigungsminister zu Guttenberg die Einsparung von einer Milliarde Euro im Verteidigungshaushalt an. Er betonte: &#8220;Wenn man die aktuellen Zahlen (Anm. d. Autors: Haushaltszahlen) zugrunde legt, muss es zwangsläufig einen Paradigmenwechsel geben&#8221;. In diesem Zusammenhang kündigte er die Schließung von kleineren Standorten und die Senkung der Personalausgaben an.</p>
<p>Dass die von der Regierung angekündigte Haushaltssanierung an der Bundeswehr nicht spurlos vorüber gehen wird, war klar. Dass es bei der Bundeswehr großes Einsparpotential gibt , ebenso. Gleichzeitig steht außer Frage, dass die Bundeswehr eine neue Struktur braucht, um besser auf die Einsätze vorbereitet zu sein &#8211; sprich: ihren Auftrag besser erfüllen zu können. Für Letzteres würde Anfang April durch den Verteidigungsminister die &#8220;Weise-Kommision&#8221; eingesetzt. Sie soll Ende des Jahres Vorschläge für die Neuausrichtung der Bundeswehr erarbeiten.</p>
<p>Jetzt also ein Paradigmenwechsel! Dieser ist notwendig und unstrittig. Jedoch: Die Motivation, die zu diesem Paradigmenwechsel führen soll, ist mehr als zweifelhaft. Einmal mehr führt die Haushaltslage zum Umdenken. Sie bestimmt, wie die Bundeswehr der Zukunft strukturiert und ausgestattet sein wird: Zu Guttenberg kündigt an, kleinere Kasernen schließen zu wollen &#8211; auch gegen den Widerstand der lokalen Politik. Dies hatte auch schon sein Vor-Vorgänger versucht und ist damit kläglich gescheitert.<br />
Die Personalausgaben sollen gesenkt werden. Dies geht nur durch eine drastische Verringerung des Personalumfangs der Bundeswehr, was wiederum ein neues &#8220;Personalstärkegesetz&#8221; notwendig macht. Nur so können Berufssoldaten  dazu bewegt werden, vorzeitig den Dienst bei der Bundeswehr zu quittieren. Doch das kostet zunächst!</p>
<p>Anstatt sich dem Diktat der Finanzen zu unterwerfen, wäre der Minister gut beraten, zunächst das Ergebnis der Weise-Kommission abzuwarten, einen klaren politischen Auftrag für die Bundeswehr zu formulieren (resultierend aus ebenfalls zu formulierenden außen- und sicherheitspolitischen Interessen der Bundesrepublik Deutschland), die Struktur der Bundeswehr (Stationierungen, Personalumfang, &#8230; ) diesem Auftrag entsprechend auszurichten, um dann den finanziellen Summenzug durchzuführen.</p>
<p>Eine Struktur nach dem Motto &#8220;Mal schauen, was mit den vorhandenen finanziellen Mitteln möglich ist&#8221; ist nicht zielführend &#8211; würde allerdings in der Tradition der vergangen Reformen und Transformationen stehen, die auch nicht wirklich erfolgreich waren.</p>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass Minister zu Guttenberg auf die Vorschläge der Strukturkommission hört und nicht den gleichen Fehler begeht, wie sein Vor-Vor- Vorgänger Rudolf Scharping. Wenn dieser die Vorschläge der Weizsäcker-Kommission aus dem Jahre 2000 umgesetzt hätte, würde die Bundeswehr heute wesentlich besser aufgestellt sein!</p>
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		<title>Von Inhalten und veröffentlichter Meinung &#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 20:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Rissmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Sparen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich hasse es, wenn ich jemanden vor mir habe, der mich angrinst und  (zu Recht) sagt: &#8220;Ich habe es Dir gesagt.&#8221; &#8230; und nun könnte ich selber  einer von ihnen sein.
Was sich am Sonntag in Nordrhein-Westfalen abgespielt hat, zeigt  deutlich, dass der Trend weg geht vom politischen Inhalt, hin zum  polemischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hasse es, wenn ich jemanden vor mir habe, der mich angrinst und  (zu Recht) sagt: &#8220;Ich habe es Dir gesagt.&#8221; &#8230; und nun könnte ich selber  einer von ihnen sein.</p>
<p>Was sich am Sonntag in Nordrhein-Westfalen abgespielt hat, zeigt  deutlich, dass der Trend weg geht vom politischen Inhalt, hin zum  polemischen Spruch, die Brachial-Comedy der Privatsender ist in der  Politik angekommen.<br />
Sind wir ehrlich. Es interessiert niemanden, ob es eine Regierung  Rüttgers-Pinkwart in den vergangenen fünf Jahren geschafft hat, den im  Wandel befindlichen Problemstandort &#8220;Ruhrpott&#8221; klug und vorausschauend  zu lenken, niemand schert sich um die Beweggründe für einen Wandel in  der Schulpolitik, den nahezu verbissenen Kampf um die Köpfe der Kinder,  denen man nach bestem Wissen und Gewissen die besten Bildungschancen  verschaffen wollte. Es ging auch nicht um die Frage des Strukturwandels  in einer Region, die sich vom Land des schwarzgesichtigen Arbeiters in  einen Technologie-Standort wandeln MUSS, damit sie zukunftsfähig ist.<br />
Nein, um all dies ging es nicht.<br />
&#8220;Es ist uns nicht gelungen, unsere Arbeit <em>überzubringen&#8221; </em>konstatiert  Noch-Ministerpräsident Rüttgers vor laufenden Kameras und ich sitze vor  dem Bildschirm und nicke. &#8220;Stimmt Junge, das ist euch nicht gelungen!&#8221;</p>
<p>Auf der Welle des allgemeinen Unverständnisses für das, was sich im  Bereich der Bundes- und Europapolitik abspielt, surften die Grünen und  Linken in den Düsseldorfer Landtag. Ihr Transportmittel? Einfache, kurze  Sätze. Keine komplexen Sachverhalte und wenn doch, dann bitte so  formuliert, dass jeder, aber auch wirklich jeder versteht, was man  &#8220;eigentlich&#8221; will.</p>
<p>Die Menschen haben Angst. Sie hören Zahlen, die sie sich nicht mehr  vorstellen können und von denen sie lediglich wissen, dass sie so  wahnsinnig viel Geld bedeuten, dass ihnen bestenfalls schwindelig wird.  Wenn die Liberalen von Steuerentlastungen sprechen, übertönen die  Trompeten der Opposition mit einfachen Bildern den Versuch, in Ruhe  darzulegen, woher das Geld denn nun kommen soll, vor lauter Getöse,  angesichts der Wirtschaftslage seien diese Pläne nicht zu realisieren,  kann man die viel zu ruhige und sachliche Erläuterung von  Steuerfachleuten der Liberalen wie Hermann-Otto Solms gar nicht mehr  hören und vor allem: nicht mehr verstehen.</p>
<p>&#8220;Was ist mein Euro morgen noch Wert?&#8221; titelte die Bildzeitung am  Sonntag und DAS ist eine Sprache, die allgemein verstanden wird.  Diese  Sprache haben sich mittlerweile auch andere zu Nutze gemacht, vor allem  die Linke spricht sie fließend. Und wir werden Zeugen eines Phänomens.  Auch hier interessiert sich niemand für den wahren Sachverhalt, für die  Realität hinter den markigen Sprüchen.</p>
<p>In einer Welt der komplexen wirtschaftlichen Zusammenhänge, in der es  zunehmend schwer fällt, die Zusammenhänge zwischen dem Preis meines  Frühstücksbrötchens und der griechischen Staatsverschuldung  auseinanderzudröseln, wollen die Menschen Gesichter, denen sie anzusehen  glauben, dass man es Ernst mit ihnen meint, dass man sie nicht belügt,  dass man sie mitnimmt und ihnen erklärt, was da gerade vor sich geht,  gleich einer Mutter, die nicht nur sagt: &#8220;Fass das nicht an,&#8221; sondern  auch &#8220;das ist heiss!&#8221;</p>
<p>Die Menschen in NRW haben gewählt und an ihrer Wahl kann man die  Verwirrung, die Unsicherheit  ablesen. Wer immer sich als Wahlsieger  feiern lässt, wer immer zum Verlierer erklärt wird, verloren haben vor  allem diejenigen, die den Kontakt zum Wähler verloren haben und das  sind, betrachtet man es nüchtern, so ziemlich alle.</p>
<p>In dieser Woche werden sich wieder alle in ihren Parteizentralen  treffen und bei Unmengen Kaffee, Tee und Wasser darüber sinnieren, wie  es nun weitergehen kann und soll, was man aus diesem Ergebnis lernen  kann und muss.</p>
<p>Die Liberalen sind lernfähig. Ich bin hartnäckig. Ich werde  versuchen, sie alle mitzunehmen und ihnen zu erklären, was eigentlich  los ist, warum wir welche Entscheidungen treffen. Zuhören müssten Sie  mir schon&#8230;. und den Lärm so manch eines Schreihalses ausblenden&#8230;.  wenigsten so lange, bis ich fertig erklärt habe. Danke</p>
<p>Foto: Tommy S. / <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">PIXELIO.de</a></p>
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		<title>Spielräume für Entlastung sind da!</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 10:11:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Rissmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entlastung]]></category>
		<category><![CDATA[Sparen]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Steuerschätzung entspricht unseren Erwartungen. Sie zeigt, dass wir  sowohl unsere solide Finanzpolitik als auch unsere Wachstumspolitik  konsequent fortsetzen müssen. Das Steueraufkommen sinkt nicht, es steigt nur weniger stark. Der  öffentlichen Hand stehen weiter Einnahmen in Rekordhöhe zur Verfügung.  Der Staat hat kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Im  Jahr 2005 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Steuerschätzung entspricht unseren Erwartungen. Sie zeigt, dass wir  sowohl unsere solide Finanzpolitik als auch unsere Wachstumspolitik  konsequent fortsetzen müssen. Das Steueraufkommen sinkt nicht, es steigt nur weniger stark. Der  öffentlichen Hand stehen weiter Einnahmen in Rekordhöhe zur Verfügung.  Der Staat hat kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Im  Jahr 2005 haben Bürger und Wirtschaft dem Staat 452 Mrd. Euro  überwiesen. 2013 werden es 561,3 Mrd. Euro sein. Das entspricht einer  Steigerung von 24,2 Prozent. 2010 sind es stattliche 511,3 Mrd. Euro.</p>
<p>Diese Einnahmenrekorde müssen dazu genutzt werden, Schulden zu  reduzieren und Gering und Normalverdiener zu entlasten. Die FDP hat ihr  Konzept für die im Koalitionsvertrag vereinbarten Entlastungen in Höhe  von 16 Mrd. Euro vorgelegt. Die Koalition hält an diesem Ziel fest. Es  bleibt richtig: Arbeit muss sich lohnen. Familien, Mitte und Mittelstand  müssen entlastet werden. Die Wirtschaft braucht Wachstumsimpulse für  Investitionen und neue Arbeitsplätze. Mehr Beschäftigung bedeutet mehr  Wertschöpfung, mehr Steuern, mehr Einzahler in die Sozialkassen und  weniger Belastung der Arbeitslosenversicherung:</p>
<ul>
<li>Der deutsche Arbeitsmarkt entwickelt sich deutlich besser als noch  zu Beginn des Jahres. Die Entlastungen für Familien und Mittelstand zum  Jahresbeginn haben Wirtschaft und Arbeitsmarkt belebt. Schon 100.000  Arbeitslose weniger bedeuten etwa 2 Mrd. Euro mehr im Haushalt und in  den Sozialkassen. Die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung rechnet  mit gut 300.000 weniger Arbeitslosen als im Januar. Das bringt 6 Mrd.  Euro.</li>
<li>Der Bund wird im Umfang von knapp 2 Mrd. Euro entlastet, da er  weniger ALG II und Sozialgeld auszahlen muss und mehr Steuern einnimmt.</li>
<li>Für Länder und Kommunen ergeben sich Ersparnisse von über 1 Mrd.  Euro, da auch sie mehr Steuern einnehmen und weniger Ausgaben für  Arbeitslose schultern müssen.</li>
<li>Auch die Sozialversicherungen profitieren von der günstigeren  Arbeitsmarktentwicklung. Sie können mit rund 1,5 Mrd. Euro weniger  Mindereinnahmen rechnen. Das macht gleichzeitig weniger Bundeszuschüsse  an die Renten- und Krankenversicherung nötig.</li>
<li>300.000 weniger Arbeitslose bedeuten für die Bundesagentur für  Arbeit (BA) weniger Ausgaben und geringere Mindereinnahmen im Umfang von  etwa 1,5 Mrd. Euro.</li>
</ul>
<p>Verantwortungsvolle Politik muss auf den sinnvollen Einsatz von  Steuermitteln achten. Gerade bei der Bundesagentur gibt es noch massives  Einsparpotential, z. B. durch mehr Effizienz bei den  Arbeitsmarktinstrumenten. Die Vereinfachung des Steuersystems muss von  Subventions- und Bürokratieabbau begleitet werden. Das zwingt die  öffentliche Hand zur Aufgabenkritik. Wir gehen davon aus, dass  Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble seine Vorschläge dazu zeitnah  vorlegen wird.</p>
<p>Die Mitte der Gesellschaft muss mehr vom hart verdienten Einkommen  haben. Steuerentlastungen gefährden die Staatseinnahmen nicht.  Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass der  Selbstfinanzierungseffekt unseres Fünfstufensystems bei etwa 45 % liegt.  <strong>Entlastung und Entschuldung gehören zusammen. Die Steuerreform bleibt  notwendig und richtig.</strong></p>
<p>Foto: © Torben Wengert / <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">PIXELIO</a> <strong> </strong></p>
<p><a href="http://torstenrissmann.de/wp-content/uploads/2010/05/Flugblatt_Steuerschaetzung-500px.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-396" title="Flugblatt_Steuerschtzung_100506" src="http://torstenrissmann.de/wp-content/uploads/2010/05/Flugblatt_Steuerschaetzung-500px.jpg" alt="Flugblatt_Steuerschtzung_100506" width="500" height="708" /></a></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
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		</item>
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